To Whom It May Concern (Zoe):
Sonntagmorgen, 6 Uhr früh. Die gesammelte Mannschaft bestehend aus dem S---'schen Mathe-GK und dem B---'schen Mathe-LK steht versammelt am Ma---er Hauptbahnhof. Moment, fehlt da nicht noch jemand? Richtig, nachdem auch unsere weibliche Begleitung Fr. J--- endlich aufgetaucht ist, kann die Reise nach Wien losgehen!
Fast 8 Stunden und etliche Sitzplatzwechsel später (ja, wir hatten reserviert, nein, die Nummern wurden uns nicht mitgeteilt) stolpern wir aus dem Zug - und staunen erstmal nicht schlecht. SONNE? Nach dem dauerhaften Nieselwetter unserer Heimat ist das Wiener Hochsommerwetter zwar erstmal ungewohnt, wird jedoch durchaus freudig begrüßt.
Es folgt unser erster Kontakt mit dem Wiener U-Bahn-System, das einen mit einer Wartezeit von maximal 5 Minuten und wenigen Umstiegen in jede Ecke Wiens befördern kann. Unser Hotel befindet sich auf der Raaberbahn, der Name dürfte selbsterklärend sein. Wenn nicht, wer von euch war schonmal in Hamburg? ;) Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung, einige erkunden auf eigene Faust die Stadt, andere stürzen sich in den Trubel auf dem Prater.
Der zweite Tag wird mit einem Frühstück um 8:30 eingeläutet. Auf dem Programm stehen ein "Stadtrundwalk" und ein Besuch des Zentralfriedhofs. Vor dem Stephansdom werden wir von unserer Stadtrundführerin mit wienerischen Dialekt begrüßt, was zu Folge hat, dass so manchem erstmal ein großes Fragezeichen ins Gesicht geschrieben steht. Glücklicherweise hört man sich schnell ein, wobei ich jetzt nicht für alle sprechen kann. Aufgeteilt in zwei Gruppen machen wir uns auf den Weg durch die Hofburg, um unser Wissen über die Stadt zu erweitern. Wir erfahren mehr als wir uns jemals merken könnten, vor allem, wie akribisch genau die Maße des bereits erwähnten Stephansdom bestimmt wurden. Nicht zu vergessen, dass wir nun alle in der Lage sind, sämtliche Bauwerke der Stadt anhand der Fassade einer Kunstepoche zuzuordnen ('Barock?' - 'Herr Professor, das verdient ein Plus!; merken Sie sich das!') ;) Es folgt ein kurzer Abstecher auf den Zentralfriedhof und wieder einmal ein, diesmal sehr verregneter, Abend zur freien Verfügung.
Tag 3 - Halbzeit. Der heutige Tagesplan sieht einen Besuch im 'Haus der Musik' (einer Art Mitmachmuseum) und bei der UNO vor. Nach einem unterhaltsamen Vormittag im Haus der Musik machen wir uns auf den Weg zur UNO. Da wir trotz der Flughafen-nicht-unähnlichen Sicherheitskontrollen eine Stunde zu früh dort sind, verbringen wir die Wartezeit damit, etwas Nahrung zu uns zu nehmen und diverse Verkupplungsversuche zu unternehmen...
Endlich ist die Wartezeit verstrichen und unsere Führung durch das Gebäude steht an. Uns wird ein Film über die 'Missionen' der UNO gezeigt, anschließend werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt durch das Gebäude geführt. Wir sehen... Einige Ausstellungsstücke (Ein Stein! Vom Mond!) und Informationstafeln über Raumfahrt und Atomwaffentests. Als wäre diese Informationsflut nicht schon umwerfend genug, werden uns sogar noch einige Worte zu den entsprechenden Themengebieten erzählt. Beim Verlassen des Gebäudes fühlen wir uns zwar nicht wirklich über die UNO an sich informiert, aber was soll's. Statt der verprochenen Freizeit dürfen wir nun eine Wanderung zum Donauturm unternehmen, was selbstverständlich auf positive Reaktionen stößt. Vor allem bei denjenigen mit Höhenangst. Nachdem auch dieser spontan beschlossene Programmpunkt überstanden ist, werden wir endlich unseren eigenen Vergnügungen überlassen.
Den Vormittag des vierten Tages verbringen wir im Technischen Museum, wo wir uns zu unserer großen Freude eine Vorführung über Hochspannung anschauen dürfen. Da darf natürlich auch der allwissende Dreikäsehoch in der ersten Reihe nicht fehlen. Nachdem wir uns noch etwas in den übrigen Stockwerken des Museums umgesehen haben, machen wir uns auf den Weg, das Schloss Schönbrunn zu begutachten. Der Rest des Tages... Ihr kommt nie darauf. ;D
Das Highlight des Abends schlechthin: Jenni und Alice wagen das, was bisher noch keinem gelungen ist - Sie zähmen Michis Afro mit dem Glätteisen! Ein legendäres Ereignis, von dem diejenigen, die dem beigewohnt haben, noch ihren Ur-Ur-Enkeln erzählen werden...
Am fünften Tag stehen uns verschiedene Optionen zur Auswahl: 1) Kriminalmuseum 2) Völkerkundemuseum 3) Wakeboarden 4) Macht doch, was ihr wollt. Der Rest des Tages wird mit Shopping & Co. verbracht. Abends geht es kollektiv in den Prater-Dôme.
Abreisetag. Nach dem Frühstück geben zur allgemeinen Erheiterung Johannes, Kadir und Burhan ihre "Gedichte" zur Kursfahrt zum Besten. Hinterher werden die Zimmer geräumt, das Gepäck im PC-Raum verstaut und der Treffpunkt zum Kofferabholen vereinbart. Nun... Werte Mitfahrende, ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung, was ihr in der Zwischenzeit getrieben habt, ich für meinen Teil war in der Albertina. Punkt 14:45 treffen wir uns wieder und machen uns mit unserem Gepäck im Schlepptau auf zum Bahnhof. Dort angekommen, heißt es erst einmal warten. Die Rückfahrt zieht sich noch länger als die Hinfahrt, wird jedoch durch diverse Wetteinlösungen zwischen Marius, Dennis und der Lehrerschaft überbrückt. Was tut man nicht alles, um ein Führerscheinfoto zu sehen.
Fazit: Eine sonnige, kulturell bildende und unterhaltsame Woche!
Und ob Dennis wirklich nackt über den Stephansplatz gerannt ist, darüber wird ein Mantel des Schweigens verhängt... ;)
Ich kann irgendwie besser im Blogger-Fenster schreiben als in Word, also hab ich dort den Entwurf verfasst... Might as well post it. Picspam kommt noch! :P
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